Satzung

Satzung des Vereins Blender e. V.

§ 1 Präambel

Der Verein Blender e. V. führt die Aktivitäten der Open Source Bewegung fort und möchte weitere Akteure, insbesondere Akteure aus Bildung und Forschung, freie Künstler, Schulungsleiter, Journalisten und Lehrbuchautoren in diesen Prozess einbeziehen. Um die praktische Arbeit der Blender Foundation im deutschsprachigen Raum, der Betreiber des deutschsprachigen Blender-Forums und der Organisatoren des deutschsprachigen „BlenderDay“ zu unterstützen, hat sich die Schaffung eines rechtsfähigen Vereins als notwendig und wünschenswert erwiesen.

§ 2 Name, Sitz und Geschäftsjahr

  1. Der Verein führt den Namen Blender e. V.
  2. Er hat seinen Sitz in Eislingen (Fils) und ist in das Vereinsregister des Amtsgerichts Göppingen einzutragen.
  3. Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.

§ 3 Zweck, Ziele, Aufgaben und Grundsätze des Vereins

  1. Der Verein ist parteipolitisch und konfessionell neutral und wird nach demokratischen Grundsätzen geführt.
  2. Zweck des Vereins ist die Förderung von Kunst und Kultur, genauer die Förderung und Verbreitung freier Software im Bereich der 3D-Grafik und -Animation, insbesondere der Software Blender, im privaten und professionellen Einsatz.
  3. Die Verwirklichung dieses Zwecks erfolgt durch
    • die Förderung der freien Software Blender, die insbesondere jungen Künstlern die Möglichkeit bietet, ohne finanziellen Aufwand Kunst zu erschaffen.
    • die Schaffung einer Plattform im Internet, die den Austausch über und die Ausstellung von Kunst erlaubt.
    • die Schaffung einer jährlichen Konferenz, die den Gedankenaustausch über die Software Blender, die damit erschaffbare Kunst in Bildern und Animationen und damit verbundene Themen wie die Open Source Bewegung und den Einsatz der Software in Forschung und Lehre erlaubt.

§ 4 Gemeinnützigkeit

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Gemeinnützige Zwecke“ der Abgabenordnung in der jeweils gültigen Fassung. Der Verein ist selbstlos tätig und verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Ziele.
  2. Die Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Es darf keine Person durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
  3. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

§ 5 Mitglieder

  1. Mitglieder können alle natürlichen und juristischen Personen werden, welche die Ziele des Vereines unterstützen. Jugendliche unter 18 Jahren bedürfen der Zustimmung eines gesetzlichen Vertreters.
  2. Der Verein besteht aus ordentlichen Mitgliedern, Jugendlichen, fördernden Mitgliedern und Ehrenmitgliedern. Ordentliche Mitglieder sind natürliche Personen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr. Als Jugendliche gelten Mitglieder bis zum vollendeten 18. Lebensjahr. Fördernde Mitglieder sind natürliche oder juristische Personen, die den Verein materiell oder ideell unterstützen. Ehrenmitglieder können natürliche und juristische Personen sein, welche sich besondere Dienste um den Verein erworben haben. Sie werden auf Antrag vom Vorstand zu Ehrenmitgliedern ernannt. Ehrenmitglieder haben die Rechte und Pflichten der ordentlichen Mitglieder, genießen aber Beitragsfreiheit.
  3. Der Antrag auf Aufnahme ist beim Vereinsvorstand schriftlich einzureichen. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand endgültig. Bei Ablehnung des Aufnahmeantrags ist der Vorstand nicht verpflichtet, dem Antragsteller die Gründe mitzuteilen.
  4. Alle Mitglieder haben das Recht, nach den Bestimmungen dieser Satzung an den Versammlungen und Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen, Anträge zu stellen und sämtliche allgemein angebotenen materiellen und ideellen Leistungen des Vereins in Anspruch zu nehmen.

§ 6 Rechte und Pflichten der Mitglieder

  1. Mitglieder haben Stimmrecht. Fördermitglieder sind nicht stimmberechtigt. Jugendliche haben das uneingeschränkte Stimmrecht. Sie dürfen jedoch bei Wahlen nicht als Vorstand kandidieren.
  2. Alle Mitglieder sind verpflichtet, die Ziele und Aufgaben des Vereins zu unterstützen und die Beschlüsse der Organe des Vereins durchzuführen.
  3. Alle Mitglieder haben Beiträge, Umlagen und Gebühren zu entrichten. Der Vorstand erlässt eine Beitragsordnung, die die Höhe der zu zahlenden Beiträge, Umlagen und Gebühren regelt.

§ 7 Beendigung der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft endet mit dem Tod des Mitglieds, durch freiwilligen Austritt, Ausschluss aus dem Verein oder Verlust der Rechtsfähigkeit der juristischen Person.
  2. Der freiwillige Austritt erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand. Er ist nur zum Ende eines Jahres unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 30 Tagen zulässig. Wird die Kündigungsfrist nicht eingehalten, verlängert sich diese und damit die Pflicht zur Beitragszahlung um ein Jahr.
  3. Ein Mitglied kann bei einem groben Verstoß gegen Vereinsinteressen mit sofortiger Wirkung durch Beschluss des Vorstands mit einfacher Stimmenmehrheit der abgegebenen Stimmen ausgeschlossen werden. Vor der Beschlussfassung ist dem Mitglied unter Fristsetzung Gelegenheit zu geben, sich hierzu zu äußern. Der Ausschließungsbeschluss ist mit Gründen zu versehen und dem auszuschließenden Mitglied schriftlich bekannt zu machen. Gegen den Ausschließungsbeschluss des Vorstandes steht dem Mitglied das Recht der Berufung zur nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung zu. Die Berufung muss innerhalb eines Monats ab Zugang des Ausschließungsbeschlusses beim Vorstand schriftlich eingelegt werden. Wird Berufung nicht oder nicht rechtzeitig eingelegt, gilt dies als Unterwerfung unter den Ausschließungsbeschluss, so dass die Mitgliedschaft als beendet gilt. Über Berufungen gegen Vereinsausschlüsse beschließt die Mitgliederversammlung mit einfacher Stimmenmehrheit endgültig. Bis zum Abschluss des vereinsinternen Verfahrens ruhen die Rechte des Mitglieds.
  4. Ein Mitglied kann zudem durch Vorstandsbeschluss ausgeschlossen werden, wenn es trotz zweimaliger Mahnung mit der Zahlung des Mitgliedsbeitrages im Rückstand ist und seit Absendung des zweiten Mahnschreibens mehr als drei Monate vergangen sind. Der Ausschluss ist dem Mitglied durch eingeschriebenen Brief mitzuteilen. Maßgeblich ist jeweils die dem Verein zuletzt bekannt gegebene Adresse des Mitglieds.
  5. Mit Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen alle Ansprüche aus dem Mitgliedschaftsverhältnis, unbeschadet des Anspruchs des Vereins auf bestehende Forderungen.

§ 8 Organe des Vereins

Vereinsorgane sind

  1. die Mitgliederversammlung
  2. der Vorstand

§ 9 Die Mitgliederversammlung

  1. Oberstes Organ des Vereins ist die Mitgliederversammlung.
  2. Die Mitgliederversammlung stellt die Richtlinien für die Arbeit des Vereins auf und entscheidet über Fragen von grundsätzlicher Bedeutung. Zu den Aufgaben der Mitgliederversammlung gehören insbesondere:
    • Beratung und Beschlussfassung über die Vereinsarbeit
    • Entscheidung über Ausschlussanträge und Auflösung des Vereins
    • Beratung und Beschlussfassung über den Jahresarbeits- und Jahreswirtschaftsplan
    • Wahl des Vorstandes
    • Wahl eines Kassenprüfers
    • Entlastung des Vorstandes
    • Beschlussfassung Satzungsänderungen
      Für Satzungsänderungen ist eine Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen erforderlich. Anträge auf Satzungsänderungen müssen in der Einladung angekündigt und zugesandt werden.
    • Änderungen des Zwecks des Vereins
      Der Vereinszweck kann mit einer Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen Stimmen geändert werden. Anträge auf eine Änderung des Vereinszwecks müssen in der Einladung angekündigt und zugesandt werden.
  3. Die Mitgliederversammlung findet mindestens einmal im Jahr statt.
  4. Zur Mitgliederversammlung wird vom Vorstand unter Angabe der vorläufigen Tagesordnung mindestens drei Wochen vorher schriftlich eingeladen. Das Einladungsschreiben gilt dem Mitglied als zugegangen, wenn es an die letzte vom Mitglied schriftlich bekannt gegebene Adresse gerichtet ist. Die schriftliche Einladung kann durch eine Einladung per e-Mail ersetzt werden, wenn das Mitglied dem nicht widersprochen hat. Die Einladung gilt dann als zugegangen, wenn sie an die letzte dem Verein schriftlich bekannt gegebene e-Mail Adresse gerichtet ist. Die Mitgliederversammlung tagt, so oft es erforderlich ist, in der Regel einmal im Jahr.
  5. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist innerhalb einer Frist von 14 Tagen einzuberufen, wenn ein Viertel der Mitglieder sie schriftlich beim Vorstand beantragt hat.
  6. Die Mitgliederversammlung ist, unabhängig von der Anzahl der anwesenden Mitglieder, beschlussfähig, wenn diese ordnungsgemäß einberufen wurde. Juristische Personen werden vertreten durch einen schriftlichen Bevollmächtigten, weitere Bevollmächtigte sind nicht zulässig.
  7. Die Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst.
  8. Die Sitzungen der Mitgliederversammlung sind öffentlich. Durch Beschluss der Mitgliederversammlung kann die Öffentlichkeit für einzelne Tagesordnungspunkte ausgeschlossen werden.
  9. Die Sitzungen der Mitgliederversammlung wird vom/von der Vorsitzendem/er geleitet.
    Bei der Wahl des Vorstandes wird die Leitung der Sitzung einem von der Versammlung gewählten Wahlleiter übertragen.
  10. Über die Sitzungen der Mitgliederversammlung ist ein Protokoll anzufertigen, welches allen Mitgliedern innerhalb von vier Wochen nach der Versammlung zuzustellen ist. Das Protokoll wird vom Schriftführer (Mitglied des Vorstands) oder bei dessen Abwesenheit von einem zu Beginn der Mitgliederversammlung, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gewählten, Mitglied des Vereins angefertigt und unterschrieben.
    Das Protokoll ist angenommen, wenn innerhalb von zwei Wochen nach Zustellung, die vom Einspruchsführer nachzuweisen ist, beim Vorstand kein Einspruch erhoben wird.
    Über den Einspruch entscheidet die Mitgliederversammlung verbindlich.
  11. Die Mitgliederversammlung kann sich eine Geschäftsordnung geben.

§ 10 Der Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern (1. Vorsitzender, Schriftführer, Kassenwart). Sie bilden den Vorstand im Sinne von § 26 BGB. Die Vorstandsmitglieder sind ehrenamtlich tätig.
  2. Jedes Vorstandsmitglied ist einzeln vertretungsberechtigt.
    Bei Rechtsgeschäften über 500 € bedarf es der Zustimmung mindestens zweier Vorstände.
    Bei Rechtsgeschäften über 2000 € bedarf es der Zustimmung aller Vorstandsmitglieder.
  3. Der Vorstand wird für zwei Jahre gewählt. Er bleibt bis zur satzungsmäßigen Bestellung eines neuen Vorstandes im Amt.
  4. Der Vorstand wird vom einem der Vorsitzenden einberufen.
  5. Der Vorstand beschließt mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind.
  6. Das Amt eines Vorstandsmitgliedes endet durch Rücktritt, Ablauf der Amtszeit, Austritt oder Tod.

Aufgaben des Vorstandes
Der Vorstand hat insbesondere folgende Aufgaben:

  1. Führung der laufenden Geschäfte
  2. Erlass der Beitragsordnung, die nicht Bestandteil der Satzung ist
  3. Vorbereitung und Einberufung der Mitgliederversammlung sowie Aufstellung der Tagesordnung
  4. Ausführung von Beschlüssen der Mitgliederversammlung
  5. Vorbereitung eines Jahreswirtschaftsplans, Erstellung des Jahresberichts, Vorlage der Jahresarbeitsplanung
  6. Beschlussfassung über Aufnahmeanträge und Ausschlüsse von Mitgliedern
  7. Beschlussfassung über Ehrungen 8. Satzungsänderungen, die von Aufsichts-, Gerichts- oder Finanzbehörden verlangt werden. Diese Satzungsänderungen müssen allen Mitgliedern innerhalb von vier Wochen schriftlich oder, sofern das Mitglied dem zuvor nicht widersprochen hat, per e-Mail mitgeteilt werden.

§ 11 Kassenprüfer

  1. Der von der Mitgliederversammlung für zwei Jahre gewählte Kassenprüfer überprüft die Kassengeschäfte des Vereins auf rechnerische Richtigkeit. Die Kassenprüfung erstreckt sich nicht auf die Zweckmäßigkeit der von der Mitgliederversammlung genehmigten Ausgaben.
  2. Eine Überprüfung hat mindestens einmal für das abgelaufene Vereinsjahr zu erfolgen. Über das Ergebnis ist in der jährlichen Mitgliederversammlung zu berichten.
  3. Kassenprüfer dürfen keine Vorstandsmitglieder sein.

§ 12 Finanzen

Die finanziellen Mittel des Vereins bestehen aus Zuschüssen, Spenden und Sponsoring, Beiträgen von Vereinsmitgliedern, Einnahmen aus Veranstaltungen und Projekten und sonstigen Einnahmen.

§ 13 Auflösung des Vereins

  1. Die Auflösung des Vereins darf nur durch eine außerordentliche Mitgliederversammlung (Auflösungsversammlung) beschlossen werden. Auf der Tagesordnung dieser Versammlung darf nur der Punkt „Auflösung des Vereins“ stehen.
  2. Die Versammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Die Auflösung kann nur mit einer Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen Stimmen beschlossen werden. Sollte bei der ersten Versammlung weniger als die Hälfte der Mitglieder anwesend sein, ist eine zweite Versammlung einzuberufen, die dann mit einer Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen Stimmen entscheidet.
  3. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigten Körperschaft zwecks Verwendung für die Förderung von Kunst und Kultur.
  4. Ist wegen Auflösung des Vereins oder Entziehung der Rechtsfähigkeit die Liquidation des Vereinsvermögens erforderlich, so sind die zu diesem Zeitpunkt im Amt befindlichen Vereinsvorsitzenden die Liquidatoren; es sei denn, die Auflösungsversammlung beschließt mit drei Vierteln der Mehrheit der abgegebenen Stimmen etwas anderes.

§ 14 Datenschutz

Zur Erfüllung der Zwecke und Aufgaben des Vereins werden unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) personenbezogene Daten über persönliche und sachliche Verhältnisse der Mitglieder gespeichert, übermittelt und verändert.
Den Organen des Vereins oder den für den Verein Tätigen ist es untersagt, personenbezogene Daten unbefugt zu anderen als dem zur jeweiligen Aufgabenerfüllung gehörenden Zweck zu verarbeiten, bekannt zu geben, Dritten zugänglich zu machen oder sonst zu nutzen. Diese Pflicht besteht auch über das Ausscheiden der oben genannten Personen aus dem Verein hinaus.

§ 15 Gleichstellungsklausel

Werden Ämter und Titel von einer Frau erworben und werden Funktionen von Frauen ausgeübt, so gelten Titel, Amt und Funktionsbezeichnung in ihrer weiblichen Form.